Fajã dos Padres und Malvesia. Madeira, Portugal. 28.03.2016.

Ein kleiner, entlegener, spannender Ort an der Südküste. Erreichbar nur mit einer Seilbahn, natürlich österreichischer Bauart, so man kein Boot zur Verfügung hat. Das ist wohltuend, um den Kreuzfahrttouristen und anderen Ignoranten zu entgehen und in die sonderbar laute Stille einzutauchen, wenn das Meer am Hang widerhallt. Ein Garten, heute natürlich „bio“, wobei man sich fragt, wie das an einem unerreichbaren Ort jemals anders sein konnte. Aber von Marketing ist auch dieser Ort nicht verschont, muss er auch nicht. Das Restaurant ist mit das beste, das ich in Madeira die letzten 10 Jahre entdecken durfte. Es ist so einfach, Gartengemüse und frischen Fisch auf den Teller zu bringen.

Die Reben sind eine Replik auf frühere Nutzungen, der Name des Bootes wohl nicht zufällig derjenige der Rebe.

Mehr (Achtung, Marketing!): http://www.fajadospadres.com/faja/index.php/de/



Rua das Taipas, Porto. Portugal, 02.03.2017

Der Zerfall der Strukturen ist auch in dieser zentrumsnahen Straße unübersehbar. Kleine Büros von Werbenden und Gestaltenden machen den Anfang der Erneuerung. Allerdings nicht nur ohne das Alte, ironischerweise verkauft man die alten Azulejo den interessierten Touristen.

Praca da Batalha. Porto, Portugal, 01.03.2017.

Praca da Batalha, ein Platz, den ich seit ungefähr 10 Jahren regelmäßig besuche. Im Gegensatz zu den Vierteln um die Universität ist hier kaum eine Veränderung zu verzeichnen, kein Aufbruch, keine Hoffnung. Obschon die teuren Einkaufsstraßen gerade hier enden. Die Gentrifizierung findet im Stillen statt und engt auch hier die Räume ein, erdrückend.

Gesteinsformationen. Calatayud, Aragón, Spanien. 21.02.2017.

Wir sind auf dem Weg aus dem landschaftlichen Abseits zur Autobahn in Richtung Madrid. Abgesehen davon, dass in Spanien alle Autobahnen, den Wegweisern nach, nach Madrid führen (Rom lässt grüßen), finden wir am Rande der Landstraßen nicht nur beeindruckende landwirtschaftliche Nutzung, es zeigen sich auch Gesteinsformationen, welche die Rohheit und die filigrane Eleganz der Landschaft erkennen lassen.

Weinbau im Calatayud. Aragón, Spanien. 21.02.2017.

Weinstöcke in trockener Freiheit.

Wir fahren von Saragossa nach Südwesten und verlassen die Autobahn ins trockene Land. Es dauert, bis ich erkenne, dass dies keine Obstbäume, sondern Weingärten sind. Und dann der Gedankenweg zurück zum Obst. Nur 60 Flaschen warten nun im Keller auf weitere Entdeckung.