Brot und Butter. Bairro Alto, Lissabon. 01.03.2014.

Ich wage mich am frühen Samstag Abend ins Bairro Alto, dem Ausgehviertel für den Start ins Wochenende in der Lissabonner Innenstadt, zwischen Baixa und Chiado. Eigentlich geht die Party auf den Straße hier erst recht spät bzw. früh in der Nacht los, danach wird weitergezogen in die etablierten Clubs an den Docks in Alcantara, oder wo auch immer gerade neu angesagtes Nachtleben ist. Ich bin jedoch zunächst unterwegs, um Sporting gegen Braga im Fernsehen schauen zu können (gegen den Stadion-Besuch habe ich mich spontan entschieden) und um in der Nähe des Largo do Carmo, einem der schönsten Plätze in der Gegend, zu Abend zu essen. Da kann man den in portugiesischen Restaurants dauerlaufenden Fernseher glatt als vorteilhaft erleben.

Das Bairro Alto empfängt wie gewohnt: Man bekommt alle drei Meter cocks und Hasch angeboten. Nervig. In den Straßen ist es noch leer, auffällig nur die kleinen Gruppen vollbesoffener und bereits kotzender Engländer, die die eigentliche Party – und vielleicht auch den Charme – des Bairro Alto vermutlich an diesem Abend nicht mehr erleben werden.

Nach Brot und Butter, Sopa de Legumes, gegrilltem Lachs und „Großmutters Pudding“ als Nachtisch in der ersten Halbzeit gehe ich ins Chico da Fado und kann ganz gemütlich bei einem Sagres die zweite Halbzeit schauen.

Und dann schnell weg, je später der Abend, umso unerträglicher das Feier-Volk.

Casa Alcobaca, Chiado, Lissabon.
Casa Alcobaca, Chiado, Lissabon.
Chico da Fado, Bairro Alto, Lissabon.
Chico da Fado, Bairro Alto, Lissabon.

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