Piombino, Italien. 30.08.2013.

Piombinos Anblick zeigt Schornsteine, Industriehallen, sogar noch rauchende Schlote, obwohl die Erz- und Stahlindustrie auch hier kaum noch lebensfähig ist und den Bewohnern der Region eine zu Ende gehende Lebensgrundlage bildet. Die industrielle Vergangenheit reicht weit zurück, bereits die Etrusker haben Erze gewonnen und verarbeitet. Es ist zu hoffen, dass das Ende der Industrialisierung zumindest in einer Erinnerungskultur bewahrt wird, wie dies auch mit der mittelalterlichen Altstadt und dem – sehr gut gestalteten – archäologischen Museum gelungen ist. Einen hoffnungsvollen Ansatz bildet die kleine, temporäre, Ausstellung von Fotografien der 60er-Jahre in Piombino in dem prächtigen Palast am Fuße der Altstadt zum Meer hin. Ein kleiner Einblick in die fröhliche Lebensart und unabweisliche Lebensnot der damaligen Zeit.

So sehr eine Stadt, die nach aussen nach Industrie aussieht, den gemeinen Touristen auch verschrecken mag. Dem Reisenden ist hier ein Ziel geboten, das einen Aufenthalt lohnt.

Alleine das Schauen auf das Meer, gebrochen von den Inseln Elba und Korsika und ihren kleinen Schwestern, die von kaum mehr als ein paar Ziegen bewohnt und für eine Gotteshaus genutzt sind, bilden einen Kontrast zu den Schloten, die dann aus dem Blickfeld geraten.

Der mittelalterliche Corso allerdings wurde zur Touristen-Freßmeile degradiert. In der Neustadt jedoch gibt es genügend Alternativen, den Abend geniessend zu verbringen.

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