Portugal in Berlin

Alfred Ehrhardt-Stiftung, Berlin, Auguststraße. Fotographien in schwarz-weiß, in einer klaren, aber nicht einfachen Bildsprache. Portugal 1951, die Fotographien eines Filmemachers mit dem Auge des abschließenden Beobachters, der dokumentarisch festhält und Fragen aufwirft. Zumindest für den heutigen Betrachter dürften dies jedoch andere sein, als die Fragen, die Ehrhardt im Kopf hatte. Frage ich mich doch heute, wie der – offenbar recht kleine – Ort heisst, der oberhalb und unterhalb einer Klippe am Meer liegt, und in dessen Steilwand eine Standseilbahn mit mittigen Ausweichgleis gebaut ist.
In ähnlicher Sprache der Film. Heute als folkloristisch mit mitteleuropäischer Überheblichkeit rüberkommend, in den 50er ein Blickfenster in eine so nicht gekannte, weil nur für wenige wahrnehmbare Welt. So wie man sieht, wie sich das Land als Subjekt verändert hat, so hat man sich selbst als Betrachter von den damaligen Rezipienten abgesetzt.

Für alle Portugal- und Photographie-Liebhaber eine klare dringende Empfehlung.

Alfred Ehrhardt-Stiftung, Berlin.

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