Ein Spaziergang in Berlin: Mitte.

Berlin, Tristesse, Mitte. Es sind nicht nur die Platten, es sind architektonische Klötze aus vielen Zeiten, die zweifeln lassen, ob ein Leben in diesen trutzigen Mauern, äußeres abweisende, aber vielleicht gerade dadurch das Drinnen beschützend, möglich ist. Mitte ist grau, ob die aktuellen Versuche, historische Grundrisse widerherzustellen, die Einsamkeit der Marienkirche nicht nur durch den neuen Klotz „Stadtschloss“ zu beenden, sondern auf der Weite, auf dem der Fernsehturm seinen Schatten noch in Gänze werfen kann, daran eine Änderung ergeben wird, lässt doch zumindest zweifeln, ob das ehemalige Leben eines gewachsenen Bezirkes rekonstruiert werden kann, wie ein Gebäude, im schlimmsten Falle mit einem Eimer Farbe.

Die konstruktionsbedingte Nutzbarkeit wird durch einfache Maßnahmen, wie Wäschetrocknerabluftöffnung erhöht. Den Nutzwert, das Praktische wäre zu bedenken, wenn es doch nicht nur um Grundrisse, Wiederaufbau und Farbe geht.

Wenn hierdurch zumindest der Warmluft der Ausgang ermöglicht wird, so ist es um so verwunderlicher, dass Kissen hinter Gittern der Weg, vielleicht wenigstens nicht der Blick, versperrt wird. Zumindest ein weiteres Indiz, dass die Abwehr dieser Gebäude nach aussen die Wärme im Innern bewahrt.

Aber doch, auch hier gibt es Sperren, die hoffen lassen. Auf Durchgängigkeit und Schutz vor den Mercedes, der die Einkerkerung durch die Mauern auf die Straße übertragen.

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